Während der napoleonischen Feldzüge zwischen 1812 und 1814 war die Uniformierung der russischen Linieninfanterie und der Jäger-Regimenter weitgehend vereinheitlicht, wies jedoch spezifische Detailunterschiede auf. Beide Truppengattungen trugen den dunkelgrünen zweireihigen Rock (Waffenrock) und den charakteristischen Tschako mit Sattelform.
Die wesentlichen Unterschiede waren: - Abzeichen und Embleme: Linieninfanteristen (Musketiere) trugen am Tschako ein Schild mit dem kaiserlichen Doppeladler oder einer dreiflammigen Granate (bei Grenadieren). Jäger-Regimenter hingegen führten als Erkennungsmerkmal eine einflammige Granate an ihrer Kopfbedeckung.
- Lederzeug und Ausrüstung: Während die Linieninfanterie weißes Lederzeug (Bandolier und Koppel) trug, verwendeten die Jäger schwarzes Lederzeug, was ihrer Rolle als leichte Infanterie und Plänkler entsprach, um im Gelände weniger aufzufallen.
- Bewaffnung: Jäger waren häufig mit besseren Büchsen für gezielte Schüsse ausgerüstet, während die Linieninfanterie standardmäßig die glatten Musketen für den Salvenbeschuss in Formation nutzte.
- Physische Anforderungen: Jäger wurden oft aus kleineren, agileren Männern rekrutiert, die als bessere Schützen galten, während die Linieninfanterie eher für den Nahkampf und Standfestigkeit in der Schlachtreihe ausgebildet war.