Obwohl Zughilfen und Handgelenksbandagen im Kraftsport häufig miteinander verwechselt werden, erfüllen sie völlig entgegengesetzte Aufgaben und kommen bei unterschiedlichen Bewegungsabläufen zum Einsatz.
Der wesentliche Unterschied liegt in der Art der Belastung: Zughilfen (oft auch als Straps bezeichnet) sind speziell für Zug-Übungen wie Kreuzheben oder schweres Rudern gedacht. Sie werden nicht nur um das Handgelenk, sondern direkt um die Hantelstange gewickelt. Ihr Hauptzweck ist es, die Unterarme zu entlasten und zu verhindern, dass dir das Gewicht aus den Händen rutscht, sobald deine eigene Griffkraft das limitierende Element wird.
Handgelenksbandagen (Wrist Wraps) hingegen sind das Mittel der Wahl für schwere Druck-Übungen, wie beispielsweise Bankdrücken oder Schulterdrücken. Im Gegensatz zu Zughilfen haben sie keinen Kontakt zur Stange, sondern werden stramm um das eigene Gelenk gewickelt. Dort wirken sie wie eine feste, stützende Manschette, die effektiv verhindert, dass die Hand unter der schweren Last nach hinten abknickt und das Gelenk überlastet oder verletzt wird.
Kurz gesagt: Zughilfen sichern deinen Griff, wenn du an einem Gewicht ziehst, während Bandagen dein Gelenk stabilisieren, wenn du ein Gewicht von dir wegdrückst.