Der Corvus, eine bewegliche Enterbrücke mit einem eisernen Sporn, war eine entscheidende militärische Innovation für den Aufstieg Roms zur Seemacht. Da die Römer den Karthagern in der nautischen Manövrierfähigkeit unterlegen, im Nahkampf an Land jedoch überlegen waren, erlaubte ihnen der Corvus, karthagische Schiffe zu fixieren und die Seeschlacht in einen Landkampf zu verwandeln. Dank dieser Taktik gewannen die Römer wichtige Schlachten wie die bei Mylae (260 v. Chr.) und Ecnomus, was das Kräfteverhältnis im westlichen Mittelmeer dauerhaft zu Gunsten Roms verschob.