Das Schmieden und Härten eines Nodachi (oder Ōdachi) stellt aufgrund der extremen Klingenlänge von oft über 140 cm eine enorme technische Herausforderung dar, die weit über die Anforderungen bei herkömmlichen Katana hinausgeht: - Schmiedetechnik: Das Erreichen einer gleichmäßigen Erhitzung der gesamten Klinge ist bei dieser Länge extrem schwierig. Da die Klinge dazu neigt, sich unter ihrem eigenen Gewicht zu verformen oder bei kleinsten Fehlern in der Stahlstruktur zu brechen, ist außergewöhnliches handwerkliches Geschick und oft die Zusammenarbeit mehrerer Meisterschmiede erforderlich.
- Härtung: Die differentielle Härtung (Lehmbestrich) ist bei so langen Klingen riskant, da die Spannungen im Stahl beim Abschrecken im Wasser massiv zunehmen. Eine gleichmäßige Härtelinie (Hamon) über die gesamte Länge zu erzeugen, ohne dass die Klinge reißt oder sich unkontrollierbar krümmt, gilt als Meisterleistung.
- Material und Balance: Um trotz der Größe die nötige Robustheit und Führigkeit zu gewährleisten, muss die Gewichtsverteilung präzise kalkuliert werden, oft durch das Einarbeiten tieferer Hohlkehlen (Bohi), um das Gewicht ohne Stabilitätsverlust zu reduzieren.