Der Morgenstern wurde als Weiterentwicklung der Keule etwa vom 11. bis zum 17. Jahrhundert in ganz Europa sowie in Arabien eingesetzt. Historische Belege finden sich in Schlachtberichten, Stadtchroniken und bildlichen Darstellungen, wie etwa bei Albrecht Dürer. Regional unterschieden sich die Bauformen vor allem durch die Schaftlänge und die Kopfkonstruktion: - Klassische Form: Ein kräftiger Holzstab (bis 60 cm) mit einem fest montierten, stachelbewehrten Kopf aus Holz oder Eisen.
- Kettenmorgenstern (Streitflegel): Eine vor allem im 15. und 16. Jahrhundert bei Söldnern und Bauern beliebte Variante, bei der die Stachelkugel über eine Kette mit dem Schaft verbunden war, um die Schlagkraft durch Fliehkraft zu erhöhen.
- Regionale Besonderheiten: Bekannt sind flämische Ursprünge sowie spezifische Funde in deutschen Rüstkammern (z. B. Emden oder Wartburg), die teils extrem lange Schafte von über zwei Metern aufweisen.