Die Trageweise des Wimpels im 13. Jahrhundert ist durch zahlreiche zeitgenössische Bildquellen wie den Elisabethpsalter, das Goslarer Evangeliar, die Kreuzfahrerbibel sowie durch Plastiken wie die Stifterfiguren im Naumburger Dom belegt. Der Wimpel diente als Kopfbedeckung verheirateter Frauen und bestand aus einem schalartigen Leinen- oder Baumwolltuch, das Stirn, Haar, Nacken und Hals verhüllte. Beim Anlegen wurden verschiedene Wickel- und Bindetechniken angewandt, bei denen das Tuch oft fest um Kinn und Stirn geführt wurde, um einen sicheren Halt zu gewährleisten, teilweise ergänzt durch weitere Elemente wie das Gebende oder eine Rise.