Im Mittelalter diente die Farbe der Kleidung als wichtiges Mittel zur Kennzeichnung der sozialen Hierarchie und war oft durch strenge Kleidungsordnungen geregelt. Krapprot und Waidblau spielten dabei folgende Rollen: - Krapprot: Aus der Krappwurzel gewonnen, galt dieser Farbton als Zeichen von Wohlstand und hohem Ansehen, da das Färbeverfahren aufwendig und die Farbe im Vergleich zu einfachen Erdfarben teurer war.
- Waidblau: Der aus der Waidpflanze gewonnene Farbstoff erzeugte ein kräftiges Blau, das Treue, Reinheit und das Göttliche symbolisierte. Während einfachere Blautöne verbreitet waren, unterstrichen intensive Färbungen den gehobenen Status der Trägerin.Generell trugen Adelige und wohlhabende Bürger leuchtende, kostspielige Farben, um sich von den einfacheren Schichten abzugrenzen, die meist auf gedämpfte oder natürliche Farbtöne angewiesen waren.