Die Hellebarde war im Spätmittelalter eine effektive Universalwaffe, da sie die Eigenschaften von Spieß, Axt und Haken kombinierte, um sowohl gegen Infanterie als auch gegen Kavallerie zu bestehen. Mit der Stoßklinge konnten Distanzstiche ausgeführt werden, während das Beil eine enorme Durchschlagskraft gegen Rüstungen besaß und der Haken dazu diente, Reiter vom Pferd zu ziehen oder Gegner aus dem Gleichgewicht zu bringen. Ihre Hauptzielgruppe war das Fußvolk, insbesondere Schweizer Eidgenossen und deutsche Landsknechte, die in geschlossenen Formationen agierten und durch diese taktische Vielseitigkeit die Vorherrschaft der gepanzerten Ritterheere brachen.