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Die Entdeckung des Mittelalters: Geschichte & Illusion

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Highlights

In "Die Entdeckung des Mittelalters" bietet der Historiker Peter Raedts eine faszinierende Analyse darüber, wie unsere Vorstellungen von dieser Epoche durch die Zeitläufe geformt wurden.

  • Spannende Untersuchung der Rezeptionsgeschichte des Mittelalters vom 18. bis zum 19. Jahrhundert
  • Analyse des Wandels vom Bild einer dunklen, barbarischen Zeit hin zur Projektionsfläche romantischer Ideale
  • Darstellung der Einflüsse bedeutender Denker wie Herder, Novalis, Adam Smith und Voltaire
  • Wissenschaftlich fundierter Überblick über die Entstehung nationaler und religiöser Mythen in Europa
  • Umfangreiches Hardcover-Standardwerk mit 431 Seiten aus der Feder eines renommierten Professors für mittelalterliche Geschichte
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Herstellerangaben

Battle-Merchant Wacken GmbH & Co. KG, Gehrn 4, 25596, Wacken, info@battlemerchant.com

Die Entdeckung des Mittelalters: Geschichte & Illusion
Die Entdeckung des Mittelalters: Geschichte & Illusion
Die Entdeckung des Mittelalters: Geschichte & Illusion

Die Entdeckung des Mittelalters: Geschichte & Illusion im Detail

In Die Entdeckung des Mittelalters bietet der renommierte Historiker Peter Raedts eine faszinierende Analyse darüber, wie unsere Vorstellungen von dieser Epoche durch die Zeitläufe geformt wurden. Das wissenschaftlich fundierte Hardcover-Standardwerk hinterfragt kritisch, ob das Mittelalter eine dunkle, barbarische Zeit oder eine nostalgische Projektionsfläche romantischer Ideale war. Auf 431 Seiten nimmt Raedts Sie mit auf eine spannende Reise durch die Rezeptionsgeschichte vom 18. bis zum 19. Jahrhundert.

Dabei beleuchtet der Autor den Wandel gesellschaftlicher Wahrnehmungen und die Einflüsse bedeutender Denker wie Herder, Novalis, Adam Smith und Voltaire. Er zeigt auf, wie nationale sowie religiöse Mythen in Europa entstanden und das Bild einer vermeintlich solidarischen Gemeinschaft konstruierten. Dieses Werk ist ein unverzichtbarer Überblick für alle, die verstehen wollen, wie historische Narrative unsere moderne Identität prägen.

Das Buch überzeugt durch seine tiefgreifende Forschungsgeschichte und legt verschiedene Mittelalter-Konstruktionen frei, die bis heute nachwirken. Als Professor für mittelalterliche Geschichte liefert Raedts mit diesem Werk ein anregendes Magnus Opum, das dazu auffordert, eigene Geschichtsbilder zu überdenken. Ob für Fachleute oder Geschichtsinteressierte, diese hochwertige Ausgabe vom Verlag Philipp von Zabern ist eine Bereicherung für jede Bibliothek und bietet wertvolle Denkanstöße zur europäischen Vergangenheit.

Fragen zum Produkt Die Entdeckung des Mittelalters: Geschichte & Illusion

Welche Epochen und kulturellen Einflüsse prägten laut dem Buch "Die Entdeckung des Mittelalters: Geschichte & Illusion" unsere heutige Vorstellung von dieser Zeitspanne?

Unsere heutige Vorstellung vom Mittelalter wurde laut Peter Raedts maßgeblich im 18. und 19. Jahrhundert geprägt. Diese Epoche der Moderne konstruierte das Mittelalter als Projektionsfläche für kulturelle Ideale wie Echtheit, Eigenart und Gemeinschaft sowie für verschiedene gesellschaftliche und politische Interessen.

Welchen Einfluss hatte der niederländische Historiker Peter Raedts laut seinem Buch auf die herkömmliche Definition des Mittelalters als eigenständige Epoche?

In seinem Buch argumentiert Peter Raedts, dass das Mittelalter keine tatsächliche eigenständige Epoche, sondern eine nachträgliche Erfindung des 18. und 19. Jahrhunderts ist. Er betrachtet die herkömmliche Definition als eine konstruierte Illusion, die primär dazu diente, die Moderne durch Abgrenzung zu definieren, anstatt eine historisch in sich geschlossene Realität abzubilden.

Welche zentralen Thesen vertritt Peter Raedts in seinem Werk bezüglich der Entstehung des Mittelalters als bloßes Konstrukt der Neuzeit?

- Das Mittelalter ist laut Raedts kein objektiver historischer Zeitraum, sondern ein bewusstes Konstrukt der Aufklärung und Romantik
- Die Erfindung dieser Epoche diente im 18. und 19. Jahrhundert dazu, nationale Identitäten zu begründen und den modernen Nationalstaat zu legitimieren
- Je nach gesellschaftlichem Kontext wurde das Mittelalter entweder als dunkle Ära der Barbarei abgelehnt oder als Zeit der Gemeinschaft und Treue idealisiert
- Das Werk verdeutlicht, dass unser Bild dieser Zeit mehr über die Bedürfnisse der Neuzeit aussagt als über die tatsächliche historische Realität zwischen 500 und 1500

Inwiefern verknüpft Peter Raedts die Entdeckung des Mittelalters mit der Entstehung moderner Nationalstaaten und dem Übergang zur Industriegesellschaft?

Peter Raedts argumentiert, dass das Mittelalter als eigenständige Epoche erst im 19. Jahrhundert „erfunden“ wurde, um den radikalen Bruch durch die Französische Revolution und die Industrielle Revolution zu verarbeiten. Die Entdeckung diente dazu, in den neu entstehenden modernen Nationalstaaten eine historische Identität und Kontinuität zu konstruieren, wobei das Mittelalter je nach politischer Absicht entweder als dunkles Zeitalter zur Abgrenzung der Moderne oder als idealisierte, christliche Gemeinschaft zur Legitimierung nationaler Einheit dargestellt wurde.